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Ich hatte eine Fahne

Gepostet von ThomasElbel am 20.01.2013

Von Korrekturfahnen und anderen Geißeln der Menschheit.

Mein erster eigener Blogeintrag auf dieser neuen Website nachdem ich es endlich geschafft habe, bei meiner Webdesignerin Bine Unterricht im CMS zu nehmen.

Für alle, die mir nicht auf Facebook folgen:

Mein Elysionmanuskript ist fertig und mittlerweile auch wieder von meinem Lektor Peter Thannisch lektoriert. Anfang letzter Woche kam dann eine panische Mail vom Piper Verlag. Man habe dort vergessen mir die Korrekturfahnen zu schicken; ob ich sie jetzt wohl in einer Woche durchsehen könnte.

Für alle Uneingeweihten: Korrekturfahnen ist ein Ausdruck (papiern oder digital) des Buches mit dem fertigen Drucksatz, wie er auch später im Buch zu sehen sein wird. Die Korrekturfahnen sind die Gelegenheit für den Autor ein letztes Mal nach allen möglichen Fehlern (Orthographie, Grammatik, Interpunktion, auch Logik) zu suchen um schlimmere Peinlichkeiten zu verhindern. Parallel macht ein professioneller Korrektor im Verlag dasselbe. Die beiden Arbeitsergebnisse werden dann zusammengeführt (heißt im Verlagschinesisch "kollationiert).

Für den Autor bedeutet das konkret das eigene Machwerk nach Lektorat mindestens das dritte Mal zu lesen. Es bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung, dass auch die spannendste Eigenkreation unter solchen Bedingungen sehr zäh wird. Gleichzeitig muss man hochkonzentriert arbeiten, damit einem nichts entgeht.

Ich habe gerade auf etwa 460 Seiten ca. 150 Fehler gefunden, von simplen Grammatikfehlern bis hin zu einer Person, die von einer Szene zur nächsten ihren Vornamen wechselt. Ich wage gar nicht daran zu denken, was mir möglicherweise alles entgangen ist.

Bei dieser Gelegenheit scheint das eigene Werk dann magischerweise auch nur noch aus Schwächen zu bestehen. Am Liebsten möchte man gleich noch einmal alles umschmeißen, aber dafür ist jetzt weder Zeit noch Gelegenheit.

Aus diesen Gründen gehört Korrekturfahnen lesen so ungefähr zum ekligsten aber auch unabdingbarsten, was der Schriftstellerberuf zu bieten hat. In meinem Fall auch noch gepaart mit einer echten Seuche, denn ich bin leicht erkältet, was die Konzentration auch nicht gerade befördert. Aber genug gejammert.

Aber Stand jetzt bin ich endlich fertig und habe soeben mit großer Erleichterung die PDF in den Verlag geschickt. Nach der Kollation geht das Ganze dann in den Druck.

Ich halte Euch auf dem Laufenden ;-)

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